Das Gesetz schreibt keine Todesfallleistungen an den überlebenden Lebenspartner, die Lebenspartnerin vor. Pensionskassen dürfen aber im Reglement solche Leistungen vorsehen, wenn die Lebensgemeinschaft mindestens fünf Jahre gedauert hat oder wenn die überlebende Seite für ein gemeinsames Kind sorgen muss. Dazu braucht es eine schriftliche Meldung an die Pensionskasse, die klar und unmissverständlich belegt, dass die versicherte Person eine Begünstigung des überlebenden Partners will. Nicht ausreichend für die Pensionskasse ist es, wenn man nur im Testament als Alleinerbe eingesetzt wird. Regeln Sie darum eine Begünstigung schriftlich mit der Pensionskasse.

Geld auf Freizügigkeitskonten oder -policen

Haben Sie Ihr Pensionskassengeld auf einem Freizügigkeitskonto oder gibt es eine Freizügigkeitspolice, können Sie die Bank oder Versicherung schriftlich anweisen, dass die Lebenspartnerin, der Lebenspartner im Todesfall das ganze oder einen Teil des Guthabens erhält. Dabei muss eine der folgenden Voraussetzungen erfüllt sein:

  • der Lebenspartner wurde zu Lebzeiten vom Verstorbenen in erheblichem Masse unterstützt. Das ist z.B. der Fall, wenn die eine Partei für den Haushalt zuständig ist und die andere den gemeinsamen Unterhalt bestreitet. Oder:
  • der überlebende Partner muss für den Unterhalt eines gemeinsamen Kindes aufkommen. Oder:
  • Im Todeszeitpunkt bestand die Lebensgemeinschaft seit mindestens fünf Jahren.